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Players Spotlight: Phillip Sissener, 29, LB Hamburg Blue Devils
veröffentlicht am 18.Jun.2003 @ 21:55:53 von MEB

Under the Helmet Seit 16 Jahren bestimmt American Football das Leben von Phillip Alexander Sissener. Angefangen hat alles in der Pop Warner Liga in Connecticut, wo der Sohn norwegischer Eltern geboren wurde. Der Beruf seines Vaters brachte es mit sich, dass er in den USA, Norwegen und Japan aufwuchs. Erst mit Beginn der High School Zeit wurde Phil "sesshaft". An der King-Low Heywood Thomas High School in Stamford, Connecticut spielte er Linebacker und Fullback. Auf beiden Positionen wurde er als All-State ausgezeichnet.

Anschließend entschied sich Phil, an die Northeastern University zu gehen. Mehrere Gründe sprachen dafür, diese Uni zu wählen. Zum einen war es das spezielle Ausbildungsprogramm, das Northeastern anbietet. Während der fünfjährigen Studienzeit bekommen die Studenten nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern durchlaufen mehrere – normalerweise halbjährige – Betriebspraktika, so dass die Absolventen neben dem akademischen Abschluss auch bereits Berufspraxis nachweisen können. Phil hatte sich für den Studiengang Communication entschieden, seine Praktika waren allerdings wie bei allen Mitgliedern des Footballteams deutlich kürzer, da Schule, Arbeiten und Sport sonst nicht unter einen Hut zu bringen gewesen wären.

Ein zweiter Grund für die Auswahl dieses Colleges war die Lage mitten im Herzen von Boston. Da konnte neben dem manchmal eintönigen Collegeleben keine Langeweile aufkommen und außerdem ist Boston nur ein paar Autostunden vom Wohnort seiner Eltern in Connecticut entfernt. So konnten seine Eltern seine Spiele besuchen und er auch ohne große Kosten mal eben nach Hause fahren. Schließlich hat er sein erstes Studienjahr voll bezahlen müssen und das ist in den USA nicht ganz billig. Später erhielt er dann ein Stipendium.

Die Northeastern University ist ein NCAA Division I-AA College und gehört zur Atlantic 10 Conference. Phil spielte hier ausschließlich Linebacker. Nach dem Collegeabschluss 1998 wechselte er zunächst ins Berufsleben und arbeitete als Schiffsmakler. Dort saßen überwiegend Männer im Büro und fachsimpelten am Montag Morgen über die Footballspiele vom Wochenende. Das hielt er nur ein paar Monate aus, der Job war ihm zu langweilig und er fing wieder an, Football zu spielen.

Kontakte nach Dänemark brachten ihn 1999 zu den Aarhus Tigers, mit denen er u.a. gegen die Kiel Baltic Hurricanes antrat. Im folgenden Jahr wechselte er dann in "seine Heimat", spielte dort für die Oslo Vikings. Bereits damals lagen Angebote von anderen europäischen Teams vor, aber Phil entschied sich für Oslo. Zum einen lernte er so einen Teil seiner Verwandtschaft kennen, die er bis dahin nie getroffen hatte. Zum anderen lebte auch sein großer Bruder in Oslo und er verstand die Sprache.

Leistungsmäßig liegen die dänische und die norwegische Liga deutlich unter dem Niveau der GFL, trotzdem sahen sich die Scouts der NFL Europe auch die skandinavischen Talente an und so wurden sie auf Phil aufmerksam. Im Frühjahr 2001 erhielt er eine Einladung ins Trainingscamp der NFLE nach Tampa, überstand den Cut und wurde zunächst den Amsterdam Admirals zugeteilt. Später in der Saison wechselte er zu den Barcelona Dragons, mit denen er im World Bowl IX stand. Vor über 32.000 Zuschauern in der Amsterdam ArenA - unter ihnen Phils Eltern – mussten sich die Barcelona Dragons mit 17:24 Berlin Thunder geschlagen geben.

Auch 2002 schaffte Phil wieder den Sprung in die NFL Europe, dieses Mal kam er zur Frankfurt Galaxy. Galaxy beendete die Saison punktgleich mit dem späteren World Bowl Sieger Berlin Thunder, lag aber aufgrund des direkten Vergleichs nur auf Platz 3 und verpasste somit knapp den Einzug ins Finale.

Nach beiden NFLE Saisons spielte Phil für die Kiel Baltic Hurricanes, Kontakte bestanden schon seit 1999, seit dem besagten Spiel der Aarhus Tigers gegen die Canes, das Aarhus übrigens knapp verlor bzw. ein Schiedsrichter aufgrund einer fragwürdigen Entscheidung für die Kieler entschieden haben soll. Die beiden Jahre in Kiel waren sportlich gesehen eher durchwachsen, 2001 retteten sich die Canes in der Relegation gegen die Berlin Adler. Ein Jahr später klappte das gegen die Dresden Monarchs nicht mehr. Für Phil hat sich der Aufenthalt in Kiel trotzdem gelohnt – er lernte dort seine Freundin kennen.

Auch 2003 wäre Phil gern zur Frankfurt Galaxy zurückgekehrt. Aber ein Krankheitsfall in der Familie verhinderte, dass er am Tryout im November 2002 in Frankfurt teilnehmen konnte. Die Coaches zeigten dafür kein Verständnis, auch die Tatsache, dass Galaxy National Coach Patrick Esume ihn einen Monat vorher im Relegationsspiel gegen Dresden gesehen hat, half nichts. Er bekam keine Einladung ins Trainingscamp nach Tampa.

Ihm lagen aber bereits Angebote mehrerer Teams aus Deutschland, Österreich und Italien vor. Warum er sich für die Hamburg Blue Devils entschieden hat, darüber haben wir bereits im März berichtet: "Good football, good players, organized practices, good coaching staff, fun city, close to ferries to go to Norway, and my girlfriend lives in Kiel".

Während seiner Zeit hier in Hamburg geht Phil montags bis freitags jeden Vormittag ins Fitnessstudio. Dienstags und donnerstags ist zusätzlich Training. Daneben bleibt viel Zeit, die er gern sinnvoll nutzen würde, z.B. mit Deutsch lernen oder die Jugend coachen. Auch in Kiel hat er die Jugend und das Damenteam trainiert. Das macht ihm nicht nur Spaß, er sieht es auch als seine Aufgabe an, die Erfahrungen, die er in seiner Karriere sammeln konnte, an andere weiter zu geben.

Er selbst hat zahlreiche Coaches erlebt, unter ihnen zwei, die ihn ganz besonders beeindruckt haben: Jack Bicknell – Head Coach der Barcelona Dragons und ein Guru wie Phil sagt – und Bob Valesente. "Trainer wie diese beiden bringen einem Dinge bei, die nicht nur etwas mit Football zu tun haben, sie prägen fürs Leben. Sie sagen dir, was du brauchst, um ein enges Spiel für dich zu entscheiden und genau das ist es, was man auch im Leben braucht, um Erfolg zu haben", so Phil und weiter: "Die ganze Erfahrung, die Bob Valesente mitbringt, gibt er an seine Spieler weiter. Das ist etwas, was auch mir keiner mehr nehmen kann. Ich habe von ihm unendlich viel gelernt." (Bob Valesente (62) hat soeben als Defensive Coordinator der Frankfurt Galaxy den World Bowl XI gewonnen. Er coacht seit 39 Jahren – High School, College, NFL – und gewann als DB und LB Coach der Green Bay Packers 1997 den Super Bowl.)

"Football hat mich schon immer interessiert. Ich habe auch Fußball gespielt und erfolgreich Judo gemacht, aber ich wollte unbedingt Football spielen und meine Eltern sagten: okay, probiere es aus", erklärt Phil auf die Frage, warum gerade diese Sportart. "Wir haben schon als Kinder im Hinterhof ohne Helme und ohne Pads mit vollem Kontakt Football gespielt." Trotz der großen Liebe zu diesem Sport soll diese die letzte Saison für Phil sein. "Es ist doch ein großer Aufwand, einen Körper über Jahre so in Form zu halten. Größer kann ich nicht werden, also muss ich mein Gewicht halten." 108 kg sind das zur Zeit.

Obwohl Gleichaltrige längst Familie, Haus und großes Auto haben, bereut Phil seinen Weg nicht. "Ich führe ein freies Leben, kann machen was ich will. Im Büro sitzen kann ich immer noch. Ich bin froh, nach meiner Collegezeit noch vier Jahre Football gespielt zu haben."

meb

 
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