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Joe Roman – Just a face in the crowd?
veröffentlicht am 03.Okt.2005 @ 11:36:53 von MEB

Coaching Joe Roman ©MaxPic/Brunssen „I am just a face in the crowd“, sagt Joe Roman, Head Coach der Hamburg Blue Devils über sich selbst. So ganz kann das nicht stimmen, denn wer in der ersten Saison in der GFL ein Team, auf das viele keinen Pfifferling gewettet hätten, in den German Bowl bringt, ist sicher mehr als nur ein Gesicht in der Menge. Joe Roman ist ein überaus erfolgreicher Defense-Coach, ein Stratege, der nichts dem Zufall überlässt. Wo immer der 63-Jährige Amerikaner gecoacht hat, war die Defense eine der besten der Liga.

Joe Roman ©MaxPic/BrunssenFür den in Chicago geborenen Joe Roman war schon immer klar, dass er eines Tages Coach werden würde. Auch sein Vater war Trainer, allerdings für Wrestling und daher wenig begeistert von der Wahl der Sportart seines Sohnes. Nach seiner Zeit bei der US Army, für die er 31 Monate in der Nähe von Hof an der deutsch-tschechischen Grenze stationiert war, machte er zunächst sein Bachelor-Examen in Physical Education an der Moorhead State University und später sein Masters Degree im selben Fach an der Wayne State University.

Schon während seiner Schulzeit coachte er Footballteams. Nach seinem Abschluss ging er für acht Jahre an die Lake Park High School bevor er an das College of DuPage in Glen Ellyn, Illinois wechselte. Dort war er 21 Jahre als Defensive Coordinator unter Head Coach Bob McDougall tätig.

Während seiner Zeit in Glen Ellyn schaffte es Roman mehrfach, seine Defense unter die Top 10 der Nation zu bringen, schloss ein Jahr als beste Defense ohne eine Niederlage ab. In diesem Jahr ließen seine Spieler nur 51 Gegenpunkte in der gesamten Saison (12 Spiele) zu und erlaubten der gegnerischen Offense gerade einmal 132 Yards pro Spiel. Insgesamt verhalf er den Chapparels zu 14 Bowl-Teilnahmen und 12 State Junior College Championships sowie zu einer Sieg/Niederlage-Bilanz von 182-61 (.749). DuPage gewann 36 Spiele in Folge und setzte damit den NJCCA-Rekord. In dieser Zeit brachten es die Gegner durchschnittlich pro Spiel auf 176 Yards und 5,9 Punkte.

Joe Roman ©MaxPic/Brunssen1998 ging Roman in den Ruhestand, was keineswegs bedeutete, dass er nun untätig rumsitzen würde. 1999 und 2000 coachte er in Mesa, Arizona, dann holte ihn Bob McDougall an das Joliet Junior College in Joliet, Illinois. Und McDougall weiß, warum er Roman wieder haben wollte. Er sagt über ihn: „Joes Fähigkeit den Gegner zu analysieren und seine Denkprozesse zu verstehen ist unerreicht.“ Und das Lob kommt nicht von irgendwem, gilt McDougall doch als einer der erfolgreichsten College-Coaches unserer Zeit.

2000 kam der erste Anruf von den Hannover Musketeers, doch weil er Joliets Head Coach McDougall versprochen hatte für ihn zu arbeiten, konnte Joe Roman nicht die ganze Saison nach Hannover kommen. Dort wollte man ihn trotzdem – so lange er Zeit hat. 2001 bis 2003 war er bei den Niedersachsen unter Head Coach Knut Kasimir als Defensive Coordinator tätig.

Joe Roman ©MaxPic/Brunssen„Nebenbei“ brachte er das Joliet Junior College nach mehr als 20 Jahren mit negativer Bilanz wieder auf die Siegerstraße und gewann 2002 die Nationale Meisterschaft, wurde als Junior College Defensive Coordinator of the Year und Assistant Coach of the Year ausgezeichnet. Die Wolves Defense erlaubte in diesem Jahr den Gegnern nur 185 Yards in 10 Spielen der regulären Saison, das sind im Schnitt 18,5 Yards pro Spiel. Die Saison beendete das Joliet Junior College mit einer 11-0 Bilanz, der ersten „perfect season“ in der Schulgeschichte. Nach der herausragenden Leistung und dem Sieg im Bowl Game gegen die Georgia Military Academy wurden die Joliet Wolves von der NJCAA zur landesweiten No.1 gewählt.

2004 ging Joe Roman nach Österreich, coachte dort die Danube Dragons. Joe Roman ©MaxPic/Brunssen2005 gab er dann sein Debüt als Head Coach in der GFL. Trotz all der Erfolge in seiner jahrzehntelangen Trainerlaufbahn zweifelten die Blue Devils-Oberen zunächst daran, ob er denn in der GFL bestehen könne. Roman quittierte das mit einem Lächeln und machte sich an die Arbeit. Nicht gerade viele Spieler standen ihm zur Verfügung, von den Querelen im Hintergrund der Blue Devils-Organisation ganz zu schweigen. Also nicht wirklich ein leichter Start für den neuen Head Coach. Innerhalb kürzester Zeit musste er aus einigen alten und ein paar jungen Blue Devils sowie den Neuzugängen aus Hannover ein Team formen. Seinem Ruf als „Defense-Guru“ gerecht werdend, schaffte er es schnell, die Verteidigung zum Garant für die folgende Siege aufzubauen. Wohl kaum einer hatte den Hamburg Blue Devils einen Sieg zum Saisonauftakt in Braunschweig zugetraut.

Joe Roman ©MaxPic/BrunssenInsbesondere seine Erfahrung als Coach am Junior College sieht Joe Roman als beste Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit in Deutschland an. „Am Junior College hast du jedes Jahr 40 Sophomores und 80 Freshmen, aus denen du innerhalb von zwei Wochen ein Team formen musst. Das schafft man nur, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert und schrittweise vorgeht.“ Gleiches gilt in der GFL, wenn ein Team nur zweimal in der Woche Training hat. „Diese wenige Zeit muss man effizient nutzen. Es hat keinen Sinn, alles auf einmal ändern zu wollen. Schritt für Schritt muss man das Team dahin bringen, wo man es haben will“, so Roman weiter. Langfristige Planung und gute Vorbereitung sind für Joe Roman die Schlüssel zum Erfolg. Obwohl er zu spontanen Äußerungen neigt und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt, ist für ihn schlechte Organisation ein Gräuel.

Joe Roman ©MaxPic/BrunssenIn einer Woche - knapp vier Monate nach dem ersten überraschenden Erfolg - stehen sich die Hamburg Blue Devils und die Braunschweig Lions erneut gegenüber, im German Bowl XXVII. Für die Hamburger eher unerwartet, für Braunschweig ein Muss. Auch den Druck für dieses Spiel sieht Roman auf Seiten der Lions: „Ich möchte nicht in der Haut von Kent Anderson stecken“, sagt er lächelnd. Wer Coach Roman kennt, weiß, dass er jeden einzelnen Spieler der Lions längst analysiert hat, seine Spieler genau wissen, was sie zu tun haben. Als Schlüsselspieler der Lions sieht er deren Spielmacher Adrian Rainbow an: „Alle drei Lions-Touchdowns in Hamburg resultierten daraus, dass unsere Defense den Quarterback nicht unter Kontrolle hatte.“

Joe Roman ©MaxPic/BrunssenWas nach dem German Bowl kommt, weiß Joe Roman noch nicht, ein Angebot der Hamburg Blue Devils für die nächste Saison liegt ihm bisher nicht vor. Für ihn steht lediglich fest, dass er gern weiter in Deutschland coachen würde: „Es macht Spaß, mit den deutschen Spielern zu arbeiten. Spieler wie Christian Beckmann und Robert Koster beispielsweise sind eine reine Freude.“ Allerdings hat er im ersten Jahr in Hannover erst einmal lernen müssen, dass sich die deutschen Spieler nicht in ihren athletischen Fähigkeiten, aber sehr wohl in ihrer Einstellung erheblich von den amerikanischen unterscheiden. Darin sieht er auch den Grund, warum manche amerikanischen Coaches hier in der GFL schlichtweg scheitern, obwohl sie fachlich hervorragende Trainer sind. Sie verstehen die Mentalität der deutschen Spieler einfach nicht.

Joe Roman ©MaxPic/BrunssenLernen müssen aber nicht nur die amerikanischen Coaches, auch an den Vereinen und Verbänden übt Joe Roman Kritik. „Wir brauchen ein Restrukturierung der Ligen, eine intensivere Jugendarbeit und eine bessere Trainerausbildung.“ Dazu sei eine starke Coaches Association notwendig, die eng mit dem Verband zusammen arbeitet, so wie es in den USA üblich ist. Joe Roman beim JPD Camp ©MaxPic/BrunssenEs müssten viel mehr Coaches Clinics organisiert werden, auf denen zum einen ein reger Wissensaustausch stattfinden kann (wer dem Geheimnis seines Erfolges auf die Spur kommen will, der kann über Romans Defense-System, die 44-Defense, diverse Bücher lesen oder Videos kaufen) und zum anderen Trainer referieren, die sich mit dem Football in Deutschland auskennen. Die Qualität der Trainer ist für Roman ganz entscheidend für die Entwicklung des American Football in Deutschland und er sieht durchaus Positives: „Es gibt einige sehr gute deutsche Trainer.“ Ein anderer wichtiger Faktor sei die Organisation der Vereine, die viel zu selten über ein geeignetes Management verfügen und so viele Chancen für den Sport vergeben.

meb
Fotos: MaxPic/Brunssen

 
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