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Nach dem Aus der NFLE – was wird aus Football in Deutschland?
veröffentlicht am 30.Jun.2007 @ 15:54:35 von MEB

NFL Europa (c) MaxPic/BrunssenDeutschland verliert mit der NFLE ein Top-Sportereignis. Eine immer größer werdende Fangemeinde und Rekordzuschauerzahlen in diesem Jahr zeigen, dass der Sport in Deutschland, sofern er auf höchstem Niveau gespielt wird, durchaus ankommt.

Mit der NFLE hatte die NFL die Chance, den Sport in Europa populärer zu machen. Sie waren auf dem richtigen Weg, ein paar mehr „Continuity Players“ hätten sicher noch mehr dazu beigetragen, dass sich die Fans mit ihrem Team identifizieren. Fan sein, heißt Emotionen auszuleben, ein Team mit seinen Spielern und Coaches zu lieben, Entertainment zu genießen, beim Spiel mitzufiebern und erstklassigen Sport geboten zu bekommen. All das lieferte die NFL Europa in einer kompakten überschaubaren Saison, Spieltag für Spieltag.

Den Emotionen gegenüber stehen die wirtschaftlichen Überlegungen. Klar, die NFL ist ein gigantisches Wirtschaftsunternehmen, aber genau deshalb sind Zielvorgaben von 25% Umsatzplus jährlich, wie sie laut Uwe Bergheim (Managing Director der NFL Europa) 2005 für die folgenden Jahre getroffen wurden, illusorisch. Das muss jedem Beteiligten klar gewesen sein. Offensichtlich hat dann der Wechsel des NFL Commissioners von NFLE-Befürworter Paul Tagliabue zu NFLE-Gegner Roger Goodell zum endgültigen Aus der NFLE geführt. Das zeigt, dass es wohl eher eine politische als eine wirtschaftliche Entscheidung war.

Sicher hat die NFLE die NFL Team-Eigner viel Geld gekostet, aber wie viel Geld verlieren die Teams mit falschen Spielerverpflichtungen? Außerdem hatte die NFLE sicher einen hohen Stellenwert als Farmliga, was eine nicht unerhebliche Zahl von NFL-Quarterbacks beweist, die ihre Karriere in der NFLE begonnen haben. Auch Sea Devils Quarterback Casey Bramlet bestätigte dies auf der Pressekonferenz nach dem World Bowl: „Quarterbacks können nur durch Spielpraxis besser werden und dafür ist die NFLE ideal geeignet. Ich wusste, dass ich bei den Redskins neben den anderen Quarterbacks keine große Chance hatte, deshalb war ich froh, eine weitere Saison in der NFLE spielen zu können.“

Die Idee der NFL, mit der Austragung von „Regular Season Games“ außerhalb den USA mehr globales Medieninteresse zu erreichen, geht sicher nicht auf. Klar, werden die Medien darüber berichten, aber nur lokal, und diese Spiele werden ausverkauft sein – wie jedes Robbie Williams Konzert. Mit dem Unterschied, dass man Robbie Williams jederzeit im Radio oder auf CD hören kann, während die NFL dann für die nächsten Jahre nicht mehr vor Ort sein wird und es sicher auch keine zusätzlichen Fernsehübertragungen – schon gar nicht im Free TV - geben wird. Mehr als das was NASN schon jetzt zeigt ist keinesfalls zu erwarten. Das globale Interesse an Football dürfte also eher sinken. Wer will denn alle 2-3 Jahre ein Spiel der NFL sehen mit aufwendigen Kartenorderprozeduren?

Für den Football in Deutschland bedeutet das Aus der NFLE ebenfalls nichts Gutes. Bezeichnend, dass der AFVD in seiner Stellungnahme zur Einstellung der NFLE nicht einmal sein Bedauern ausdrückt, sondern nur auf den Breitensport und die hoffentlich weiterhin bestehende Förderung durch die NFL verweist. Das Ende der NFLE hätte der AFVD durchaus als Chance ergreifen können, aus bestehenden Strukturen eine semiprofessionelle oder professionelle Liga zu kreieren, die dem Football-Fan in Deutschland eine ähnliche Attraktivität wie die NFLE bietet und die Lücke zwischen NFL und GFL schließt.

Stattdessen zählt der AFVD auf eher uninteressanten Breitensport. Sinkende Zuschauerzahlen, unattraktive Stadien und kaum Entertainment rund um das Spiel sowie eine zu lange Saison mit einer wenig aussagekräftigen Tabelle wegen der unterschiedlichen Spieleanzahl der Teams kennzeichnen die German Football League in den letzten Jahren. Vielleicht auch als Resultat mangelnder Bemühungen seitens des AFVD, die GFL professioneller zu gestalten und besser zu vermarkten. Ganz zu Schweigen von den unteren Ligen, die als Freizeitsport für die Beteiligten sicher ihren Wert haben, aber mit gutem Football nur die Ausrüstung gemeinsam haben.

Jetzt, wo wirklich talentierte Spieler nicht einmal mehr die Chance haben, in der NFLE zu spielen, wo bleibt da die Perspektive? In Deutschland gibt es kaum gute Coaches, die Talente wirklich erkennen und fördern können. Einzige Alternative ist es, an ein US-College zu gehen. Ist der Spieler wirklich gut, werden wir ihn hier in Deutschland nicht mehr spielen sehen.

Mit dem Ende der NFLE fehlt für talentierte europäische Spieler eine Liga zwischen NFL und GFL. Das bedeutet automatisch ein weiter sinkendes Niveau in der GFL, weil Spieler wie Robert Flickinger, Marico Gregersen, Jörg Heckenbach, Oliver Flemming, Shurendy Concetion – um nur wenige zu nennen – künftig fehlen werden. Und das nicht nur als Spieler, sondern auch als Vorbilder für ihre Teamkollegen und als Unterstützung der Coaches.

Wer soll diese Spieler in Zukunft ausbilden? Die meisten deutschen Coaches sind damit sicher überfordert und die wenigen guten amerikanischen Coaches, die in Deutschland tätig sind, kämpfen meist mehr damit, die Spieler zum Training zu bekommen und bessere Bedingungen für ihr Team beim Management durchzusetzen, als dass sie sich auf die Ausbildung der Spieler konzentrieren können. Auch ist ein hauptamtlicher Trainer pro Team dafür viel zu wenig.

Die NFLE hat dem Football in Deutschland viel gebracht. Umso bedauerlicher ist die Entscheidung der NFL, den Spielbetrieb der NFLE einzustellen. Der Football in Deutschland hat damit kaum eine Chance aus dem Status eines Entwicklungslandes heraus zu kommen, insbesondere nicht, wenn der AFVD weiter ausschließlich auf Breitensport statt auf hochklassigen Profisport setzt. Hier muss ein Umdenken einsetzen, wenn wir in Deutschland jemals wieder guten Football im Ligabetrieb in attraktiven Stadien sehen wollen.

Unser Dank gilt allen Spielern, Coaches und anderen Mitarbeitern der NFLE-Teams, die - monatelang fern von Familie und Freunden - dafür gesorgt haben, dass wir hier in Deutschland hochklassigen Football genießen konnten.

meb

 
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