Dresden Monarchs erreichen die Play Offs
Datum: 24.Aug.2008 @ 11:02:26
Thema: German Football League


Dresdens Jag Bal freut sich (c)MaxPic/BrunssenDie Dresden Monarchs stehen in den Play Offs um die deutsche Footballmeisterschaft 2008! In einem packenden und bis zum Schluss spannenden Spiel gegen die Hamburg Blue Devils setzten sich die Sachsen am Ende mit 20:12 durch (0:0/7:3/3:6/10:3).

Wer hätte das gedacht? Wer hätte nach der Verletzung von Quarterback Dylan Meier im Mai an solch ein Finale gedacht? Wer hätte nach den empfindlichen Niederlagen gegen Braunschweig und Berlin zu Hause, nach unglücklichen Pleiten in München und Köln, noch an eine Play Off-Teilnahme geglaubt? Wer? Ganz offensichtlich das Team der Dresden Monarchs!

In buchstäblich letzter Minute sicherte sich das Team der Königlichen nach der Fast-Abstiegssaison 2007 endlich wieder ein Ticket für den Finalkampf um die deutsche Meisterschaft. Und die Hamburg Blue Devils müssen nach vielen erfolgreichen Jahren zum ersten Mal dabei zuschauen.

Die Ausgangssituation für diesen Endspielkrimi im Dresdner Heinz-Field war klar: Dresden brauchte einen Sieg mit mindestens 6 Punkten Unterschied. Hamburg hätte eine knappe Niederlage oder auch ein Unentschieden gereicht. Entsprechend verhalten zunächst der Beginn. Auf beiden Seiten ging wenig im Angriff. Die beiden Verteidigungsreihen standen sicher.

Hamburg begann als erster mit einem Score: Zu Beginn des zweiten Viertels verwandelte Kai-Philipp Stief ein 49 Yard Field Goal zum 0:3. Es sollte die letzte Führung der Devils an diesem Nachmittag sein. Dresden drehte noch vor der Pause auf: Toni Hollings mit einem Big Play - 60 Yard Lauf zum Führungstouchdown. Holger Hempel vervollständigte beim Zusatzkick und schoss sich so ohne es zu wissen schon für das Finale warm.

Die Fans in Dresden, unter ihnen auch zahlreiche Hamburger, sahen ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel mit Höhepunkten für beide Teams. Auch wenn Dresden zur Halbzeit in Führung lag, sicher war das alles nicht. Zu gut stand die Hamburger Abwehr, zu unbeständig agierte die Monarchs Offense um deutlicher zu führen. Unsicher war aber auch der Angriff der Gäste, die sich ein ums andere Mal durch eigene Strafen selber Steine in den Weg legten.

Nach der Pause erhöhten die Monarchs per Field Goal von Holger Hempel aud 10:3. Zum ersten Mal war nun die Führung ausreichend für die Endabrechnung! Doch Hamburg wusste zu kontern: Maximilian von Garnier fing zum ersten Blue Devils Touchdown - allerdings ging anschließend der Zusatzkick in die Abwehr der Monarchs (10:9).

Es begann das vierte und letzte Viertel. Und damit ein Finish, welches die Monarchs und vor allem deren Fans sicher nicht so schnell vergessen werden. Quarterback Dylan Meier sorgte für die nächsten Monarchs Punkte indem er selbst mit dem Ball in der Hand über die kurze Distanz zum Touchdown lief (PAT Hempel 17:9). Das würde für die Monarchs reichen - aber nur, wenn Hamburg nicht nachziehen würde. Nur ein Fieldgoal und schon wäre Hamburg wieder weiter. Und genau dieses Field Goal schoss Kai-Phillip Stief etwa 4 Minuten vor Schluss. Spielstand 17:12 - Vorteil Devils! Doch den gaben sie leichtfertig aus der Hand. Sie versuchten den Ball mittels Onsidekick zu behalten. Das scheiterte. Dresden kam in aussichtsreicher Position mit dem eigenen Angriff aufs Feld.

Und dann besiegelte Dresdens erfahrener Kicker Holger Hempel mit einem Kick aus fast 40 Yards Entfernung das Ende der Hamburger Play-Off Träume - und stürzte Dresden in eine unglaubliche Jubelorgie. Endstand 20:12 - 8 Punkte Vorsprung - Dresden bleibt weiter im Rennen!

Dresden darf zu Recht feiern. Das Team hat nach dieser wechselhaften Saison mit überraschenden Höhen und ungeahnten Tiefen einen unglaublich großen Schritt getan. Und es bewarheitet sich, was Coach Shuan Fatah nach dem Sieg gegen Kiel gesagt hat: wer Kiel schlägt, wer den Meister und Berlin auswärts besiegen kann, der kann auch jeden anderen Gegner schlagen!

Nun müssen die Monarch in 14 Tagen zum Play-Off Viertelfinale zum Südmeister Marburg. Und dort wollen sie das tun, was sie 2008 am besten konnten: Favoriten ärgern!

Dresden Monarchs





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